Mentaltraining und Atemschulung für Musiker:innen
Musiker:innen trainieren täglich Technik, Präzision und Interpretation. Doch gerade in anspruchsvollen Situationen zeigt sich: Gelingendes Musizieren entsteht nicht allein durch Können.
Wie wir atmen, uns innerlich organisieren, Aufmerksamkeit lenken und Ausdruck empfinden, beeinflusst unser Spiel unmittelbar.
Atemarbeit & Mentaltraining verbinden
Wie wir atmen, wahrnehmen und unsere Aufmerksamkeit lenken, prägt unser Musizieren. Die Verbindung von Mentaltraining und Atemarbeit unterstützt einen bewussten Umgang mit Lampenfieber, Stress und den Anforderungen des musikalischen Alltags.
In der Arbeit mit Berufsmusiker:innen und Student:innen verbinde ich Mentaltraining aus dem Sport mit Atem- und Körperarbeit nach der Atemlehre von Ilse Middendorf. Im Zentrum stehen Wahrnehmung, Empfindung und musikalischer Ausdruck.
Mentaltraining für Musiker:innen bedeutet dabei weit mehr als Auftrittsvorbereitung oder der Umgang mit Lampenfieber. Es geht um die bewusste Lenkung von Aufmerksamkeit: Was nehme ich beim Üben, beim Spielen zu Hause oder auf der Bühne physisch wahr? Woran orientiere ich mich? Wie fühlt sich mein Klang an? Welche innere Haltung unterstützt Präsenz, Freiheit und Ausdruck?
Über den erfahrbaren Atem, Körperwahrnehmung und mentale Werkzeuge entsteht oft ein überraschend neuer Zugang zum Musizieren. Statt gegen Spannung, Druck oder Selbstkritik anzukämpfen, lernen Musiker:innen, differenzierter zu spüren, innere Bilder zu nutzen und ihren Ausdruck intuitiver zu entfalten.
„Besonders wertvoll sind für mich die kleinen Übungen, die sich unkompliziert in den Alltag integrieren lassen. Sie helfen mir an stressigen Tagen, wieder Energie, Fokus und Motivation zu finden. Gleichzeitig bieten die Stunden einen seltenen Moment der Ruhe und der bewussten Verbindung mit Körper und Atem. Die gewonnene Präsenz unterstützt mich nicht nur beim Musizieren, sondern auch in Probespielen, Arbeitsgesprächen und anderen anspruchsvollen Situationen.“
— Klientin, Berufsmusikerin
Musikalischer Ausdruck lässt sich nicht erzwingen. Er entsteht dort, wo Körper, Atem, Wahrnehmung und innere Vorstellung in Verbindung kommen.
Musik beginnt nicht erst im Klang – sondern in der Art, wie wir uns ihr innerlich nähern.
17.6.2026 , Valentina Zürcher